Das Junge Beethovenfest bei The Art of Music Education III
Das Zitat ist inzwischen legendär: "Wer Musikschulen schließt, gefährdet die Innere Sicherheit", hatte Otto Schily vor einigen Jahren als damaliger Bundesinnenminister betont. Auch auf dem Symposium "The Art of Music Education" unterstrich Schily noch einmal die wichtige Funktion von Musikerziehung für die menschliche, aber auch die gesellschaftliche Entwicklung.
Musikvermittler aus ganz Europa trafen sich vom 25. bis 27. Januar 2012 auf Einladung der Körber-Stiftung zum Symposium The Art of Music Education III in Hamburg. In einer Reihe von Vorträgen wurden unterschiedliche Modelle der musikalischen Vermittlungsarbeit präsentiert. Daneben boten zahlreiche Kaffeepausen die Möglichkeit, sich mit Musikvermittlern aus ganz Europa zu vernetzen und sich für die Entwicklung neuer Educationformate inspirieren zu lassen.Ein erster Höhepunkt war der Vortrag von Otto Schily. Darin erwies er sich als Kenner der Kulturszene in Deutschland und leidenschaftlicher Verfechter der gesellschaftlichen Anerkennung der Arbeit der Kulturinstitutionen.Für uns Musikvermittler bot das Symposium die Möglichkeit, auf engem Raum und mit relativ überschaubarem zeitlichem Aufwand großflächig über den eigenen Tellerrand zu schauen und gleichzeitig die eigene Arbeit besser einschätzen zu können.In sogenannten World-Cafés diskutierten die Teilnehmer in moderierten Gesprächsrunden über Möglichkeiten, wie Kulturinstitutionen in den gesellschaftlichen Kontext eingebunden werden können. Nach drei Tagen schloss das Symposium mit der Besichtigung der Baustelle der Elbphilharmonie in Hamburg und beschrieb so eindrücklich den Bogen von Idee, Inspiration, Umsetzung und letztlich auch Schwierigkeiten beim Erreichen der gesteckten Ziele.Lena Geisen, Helmut Seidenbusch, Junges Beethovenfest Bonn
